Verein

Vereinsbezeichnung

Vereinsbezeichnung

Sportverein Sinzheim 1929 e.V.

Vereinsregister Amtsgericht Bühl VR 152


Abteilungen

Seniorenfußball, Jugendfußball, Alte Herren, Mädchenfußball, Freizeitsport, Gymnastik

 

Chronik

Als die Waffen schwiegen, erwachte die Lust am Fußball. Es war 1919, nur wenige Monate nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, begann die Deutsche Jugendkraft in Sinzheim mit dem Fußballspiel. Doch dieser erste Anlauf war nicht von langer Dauer, 1923 stellte die DJK ihre Bemühungen wieder ein. Sechs Jahre später regte sich im Lager der katholischen Vereine erneut der Wunsch, eine Fußballmannschaft auf die Beine zu stellen. Jugendverein, Gesellenverein und Arbeiterverein schlossen sich 1929 zusammen und firmierten wieder als DJK - Deutsche Jugendkraft. 


Es war die Geburtsstunde des SV Sinzheim. Aus wildem und ungeordnetem Kicken wurde ein diszipliniertes Spiel. Erster Vorsitzender wurde Anton Walter. Eine Herren- und eine Jugendmannschaft spielten. Als Fußballplatz diente eine große Farrenwiese im Gewann "In der Kummerstung", von der Gemeindeverwaltung dem Verein überlassen. In harter Eigenarbeit machten die Fußballer daraus ein einfaches Spielfeld. Doch es lag drei Kilometer vom Dorf entfernt. So begann schnell die Suche nach einem Platz, der näher lag. Am Bahndamm beim Kartunger Übergang wurde man fündig und pachtete dort ein großes Wiesengrundstück. 


Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten war der Name DJK nicht mehr opportun. 1934 einigten sich die Sportler auf die Bezeichnung FC Sinzheim. Die Vereinsführung übernahm Anton Schaaf. Als der Verein auf dem Wege zum Erfolg war, begann der Zweite Weltkrieg und löschte das Vereinsleben aus. Doch schon im Herbst 1945 fanden sich fußballbegeisterte junge Männer im Vereinslokal, der "Krone", zusammen, um einen Neuanfang zu wagen. Der erforderte lange Verhandlungen mit Gemeinde und Militärregierung. Schließlich trat er 1946 unter dem Namen Sportverein Sinzheim wieder an die Öffentlichkeit. Nach dem Willen der Militärrregierung umfasste er den ehemaligen FC und den Turnerbund - anderes als einen Allsportverein ließen die Franzosen nicht zu.  


Die Gründungsversammlung fand am 12. Juni 1946 in der Krone statt. Vorsitzender wurde Arnold Boos; der Verein hatte verschiedene Abteilungen: Fußball (Leiter Josef Fischer), Handball, Gymnastik und Tanz, Frauenhandball. Die Fußballer stellten zwei Senioren-Mannschaften und eine Jugendmannschaft. Das erste größere Sportfest nach dem Weltkrieg stieg am Kirwesonntag 1946. Im Hauptspiel bezwang Sinzheim Rotenfels mit 4:1. 1947 wurde Sinzheim Staffelmeister und stieg in die Bezirksliga auf. Anfang der 50er Jahre trennten sich die Wege von Turnern und Fußballer. Die Abteilung Fußball wurde zum SVS und war schnell erfolgreich.


Am 22.4.1956 erfolgte das Spiel in Rotenfels. Die Mannschaft erzielte ein 1:0 Sieg was auch vorzeitig die Meisterschaft bedeutete. Schütze des goldenen Tores war der wieselflinke Gerhard Lorenz. Es war ein besonderer Tag für den SVS und insbesondere für unseren Aktiven Herbert Sammüller. Er ließ es sich nicht nehmen an diesem Spiel teilzunehmen obwohl an diesem Tag seine Tochter Sonja zur Welt kam. Die B-Jugend wurde in diesem Jahr ebenfalls Meister.


Zehn Jahre lang spielte die Mannschaft mit wechselndem Geschick im südbadischen Unterhaus. 1960/61 fehlte ein Punkt zur Meisterschaft, 1965/66 aber ging es zurück in die A-Klasse. 1970 aber gelang die Rückkehr. Am Ende der Saison waren Sinzheim und Ottenau gleichauf; ein Entscheidungsspiel im Baden-Badener Aumattstadion wurde nötig, das Sinzheim durch Tore von Gerold Meier und Johann Huck gewann. Dieses Mal dauerte das Gastspiel in der II. Amateurliga sieben Jahre. Das Jahr in der A-Klasse war indes lediglich der Anlauf zu einem Höhenflug, der den SV Sinzheim bis vor die Tore der Amateur-Oberliga führte.  


In der neuen Landesliga, in die Sinzheim eingereiht wurde, machte die Elf schnell Furore. Drei Mal hintereinander belegte die Elf den zweiten Platz, ehe 1981/82 der große Wurf gelang: die Meisterschaft und der Aufstieg in die Verbandsliga. Und wie: 14 Punkte Vorsprung vor dem SV Oberweier hatte der SVS am Ende - wohlgemerkt bei der alten Zwei-Punkte-Regel. Im südbadischen Oberhaus wurde die Elf unter Trainer Werner Bartenbach auf Anhieb Vizemeister. In den Aufstiegsspielen zur Oberliga Baden-Württemberg war der FV Weinheim Endstation; zwei Jahre später feierte der SVS erneut die Vizemeisterschaft: Dieses Mal unterlag er in der Aufstiegsrunde dem FV Lauda. 


Ab dem Jahr 1988 erfolgte im sportlichen Bereich ein Einbruch. Die erste Mannschaft stieg im Jahr '88 in die Landesliga ab. Im Jahr '89 ging die Talfahrt weiter in Richtung Bezirksliga und im Jahr '90 musste erneut ein Abstieg von der Bezirksliga in die Kreisliga A in Kauf genommen werden. 


Im Jahr 1990/1991 wurde dann der sofortige Aufstieg in die Bezirksliga unter Trainer Alfred Meier geschafft. Darüber hinaus wurde auch in diesem Jahr der Bezirkspokalsieg errungen. 


Im Jahr 1994/1995 wurde die Mannschaft unter Trainer Alfred Kary Meister in der Bezirksliga, errang ebenfalls den Bezirkspokalsieg und stieg somit in die Landesliga auf. Dieses Gastspiel dauerte aber nur 1 Jahr. Im Jahr 95/96 musste ein erneuter Abstieg aus der Landesliga in die Bezirksliga in Kauf genommen werden. 


Nach vier Jahren Bezirksligazugehörigkeit schaffte der SV Sinzheim unter Trainer Manfred Sammüller im Jahr 1999/2000 den Aufstieg in die Landesliga. Ebenfalls im Jahr 2000 wurde die Vorstandschaft des SV Sinzheim neu gewählt. Ab diesem Zeitpunkt erlebte der SV Sinzheim auch einen wirtschaftlichen Aufschwung. Im sportlichen Bereich legte man ein Hauptaugenmerk insbesondere auf die Jugendarbeit. Unter dem Motto "Talente fordern und fördern" erlebte die SVS-Jugendabteilung einen gewaltigen Zulauf.


Im Jahr 2002 erfolgte dann der Abstieg unserer ersten Mannschaft von der Landesliga in die Bezirksliga. Im Jahr 2003 errang der SV Sinzheim unter Trainer Heiko Klenk einen erneuten Pokalsieg. 


In der Saison 2004/2005 wurde unter Spielertrainer Martin Herr das Ziel Landesliga erreicht. Als Zweiter der Bezirksliga hatte man sich für die Aufstiegsspiele gegen den Zweiten der Bezirksliga Offenburg, FV Zell a. H., qualifiziert. Durch einen Heimsieg und ein Unentschieden im Rückspiel konnte die Rückkehr in die Landesliga gefeiert werden.


Der Sportverein Sinzheim konnte sich im Jubiläumsjahr 2005 selbst das schönste Geburtstagsgeschenk machen und zwar mit dem Um- bzw. Neubau des Fremersbergstadions. Somit hat der SV Sinzheim die Rahmenbedingungen für eine weitere erfolgreiche Zukunft geschaffen. Zur Einweihung des neuen Rasenplatzes trug man vor über 1.000 Zuschauern ein Freundschaftsspiel gegen die Profis des KSC aus.


Im Jahr 2006 wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich der kontinuierlichen sportlichen Weiterentwicklung des Senioren- und Jugendbereichs und einer soliden Finanzpolitik verpflichtet sieht. Mit Beginn der Saison 2007/08 wurde der ehemalige Oberligaspieler Jürgen Bender Trainer des Landesligateams. Unter seiner Ägide konnte sich der SVS zu einer führenden Kraft der Landesliga Südbaden entwickeln. Im Juli 2010 übernahm mit dem bisherigen DFB-Stützpunkttrainer Rolf Ernst der SVS-Torjäger aus goldenen Verbandsligazeiten die sportlichen Geschicke im Fremersbergstadion.


Ein Jahr zuvor wurde auch die Gründung der Mädchenabteilung initiiert, woraus 2011 die erste Frauenmannschaft des SV Sinzheim entstand. Parallel zu den Senioren entwickelten sich diese sportliche unter der Leitung von Trainer Steven Himmelsbach immer weiter, was 2014 mit dem verdienten Aufstieg in die Bezirksliga mündete.

HAUPTSPONSOR

autohaus wild NISSAN

Folgen / Teilen

 

Powered by Weblication® CMS